Störfälle

Störfälle können unterschiedlichste Ursachen haben. In den meisten Fällen handelt es sich aber nicht um vorsätzliche Angriffe durch Cyberkriminelle, sondern schlicht und ergreifend um Systemfehler, wie Hardware-Ausfälle und Software-Fehler. Aber auch menschliches Versagen sowie Naturereignisse zählen zu den möglichen Ursachen. Letztere führen in der Regel zur längsten Störungsdauer.

Gefährdungstrend

Die Gefährdung durch Störfälle ist unverändert hoch. Aufgrund der Vielzahl der möglichen Ursachen, lassen sich massive Auswirkungen durch Störfälle nur durch ein standardisiertes IT-Service- und Verfügbarkeits-Management mit entsprechenden Redundanzen vermeiden.

Störfälle - Telekom-Störfälle Bild vergrößern


Telekom-Störfälle

Im Jahr 2017 wurden von 22 EU-Mitgliedsstaaten und zwei EFTA-Staaten insgesamt 169 Störfälle mit beträchtlichen Auswirkungen bei Telekom-Betreibern gemeldet. Im Jahr 2016 wurden 158 Störfälle von denselben 24 Staaten verzeichnet.  
(Datenquelle: ENISA Annual Incident Reports 2017)

Störfälle - Betroffene Dienste Bild vergrößern


Betroffene Dienste

Mobilfunk war 2017 am häufigsten von Störfällen mit beträchtlichen Auswirkungen betroffen. 
(Datenquelle: ENISA Annual Incident Reports 2017)

Störfälle - Ursachen Bild vergrößern



Ursachen

Rund 62 Prozent der Störfälle mit beträchtlichen Auswirkungen wurden 2017 durch Systemfehler verursacht. Am häufigsten handelte es sich dabei um Software-Fehler und Hardware-Ausfälle.
(Datenquelle: ENISA  Annual Incident Reports 2017)

Störfälle - Durchschnittliche Dauer Bild vergrößern


∅ Dauer

Störfälle mit beträchtlichen Auswirkungen, welche durch Naturereignisse verursacht wurden, wiesen 2017 mit durchschnittlich rund 96 Stunden die mit Abstand längste Dauer auf. Der starke Anstieg in diesem Bereich ist auf weitläufige Buschbrände zurückzuführen.
(Datenquelle: ENISA Annual Incident Reports 2017)

Datum der Veröffentlichung: 18.09.2018

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria