Vorsicht: Kriminelle missbrauchen Jobsuchende als "Geldtransportesel“

Arbeitsuchende werden derzeit mit einem angeblich profitablen Job angelockt: Über das Internet und via Spam-Nachrichten werden künftige "Finanzagenten" angeworben.

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Die Finanzmarktaufsicht (FMA) und das Bundeskriminalamt (.BK) warnen vor dem Phänomen des unseriösen Tradings. Die Vorgehensweise ist perfid: In einem ersten Schritt werden Arbeitssuchende über Spam-E-Mails und über Inserate im Internet auf die vermeintliche lukrative Tätigkeit als Finanzagent/in aufmerksam gemacht. Wer sich dazu entschließt, erhält von den Cyber-Kriminellen täuschend echt wirkende Arbeitsverträge. Danach dauert es nicht lange, bis die ersten Geldbeträge am Konto der neuen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ankommen. Als angeworbener "Junior-Trader“ ist man dann dafür zuständig, einlangende Kryptowährungsbeträge zu transferieren. Das bedeutet, dass die Beträge nach Abzug einer fünfprozentigen Provision in Bitcoins gewechselt bzw. weiter überwiesen werden. Nicht ahnend, dass durch dieses Vorgehen Geldwäscherei betrieben wird, werden die gutgläubigen Bewerber/innen als "money mule“ (Geldtransportesel) missbraucht. Ursprünglich stammen diese Gelder aus Drogenhandel oder Steuerhinterziehung oder anderen illegalen Tätigkeiten. In einem zusätzlichen Schritt werden oft auch noch die persönlichen Daten der Opfer wie Personalausweis oder Meldezettel für weitere Konten zur Geldwäsche herangezogen.

FMA und .BK machen nun vermehrt auf dieses kriminelle Vorgehen aufmerksam, da sich die angeworbenen Personen strafbar machen. Diesen drohen im Ernstfall eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren oder eine Geldstrafe von bis zu 60.000 Euro. Auf solche Jobangebote sollte also auf keinen Fall eingegangen werden!

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Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2020

Für den Inhalt verantwortlich: A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria