Online-Shopping-Boom: Unseriöse Shops meiden

Vorsicht bei Einkäufen im Internet. Betrügerische Anbieter wie WOTOBA.de ziehen Käufer/innen über den Tisch. Hier erfährt man, welche Shops man unbedingt meiden sollte.

Phishing

Das Bestellen über das Internet ist in letzter Zeit enorm gestiegen, das nutzen auch Cyberkriminelle gezielt aus. Besondere Vorsicht ist bei betrügerischen Online-Shops wie WOTOBA.de geboten. Der Shop verführt mit günstigen Angeboten, radikalen Rabatten und kostenlosem Versand ab einem Bestellwert von 79,- Euro. Hier sollte man sich nicht zu Blitzbestellungen verleiten lassen, denn WOTOBA.de ist ein Markenfälscher-Shop, dessen Produktfotos nichts mit der gelieferten Ware zu tun hat. Bestellt man ein Produkt, muss mit langen Lieferzeiten und qualitativ minderwertigen Artikeln gerechnet werden.

Verärgerte und frustrierte Kundinnen und Kunden stehen bei unseriösen Fake-Shops auf der Tagesordnung. Im schlimmsten Fall wird das bezahlte Produkt nicht ausgeliefert oder man erhält minderwertige Ware und bleibt zusätzlich auf hohen Zollkosten sitzen.

Anzeichen dafür, dass WOTOBA.de nicht seriöse ist, sind die schlechten Bewertungen von Kundinnen und Kunden, die man über eine Internetrecherche einfach auffinden kann. Allgemein sollte vor Online-Shops Abstand genommen werden, die ihre Waren zu günstig anbieten, kein Impressum aufweisen und sprachliche Ungereimtheiten aufweisen, wie Rechtschreibfehler und Kombinationen von mehreren Sprachen. Der Firmensitz spielt bei Bestellungen über das Internet eine wichtige Rolle. Befindet sich der Firmensitz außerhalb der EU, ist es sehr schwierig, gesetzlich geltende Rücktritts- oder Gewährleistungsrechte einzufordern. Bei WOTOBA muss beispielsweise auch der Rückversand selbst bezahlt werden, dieser ist bei billigen China-Produkten oft höher als der Bestellwert. Zu beachten sind auch die Zollgebühren, die anfallen, wenn man außerhalb der EU bestellt.

Einige andere Online-Shops verfolgen dieselbe Betrugsmasche und dürften somit Ableger von WOTOBA sein. Das angegebene Postfach mit der Kontaktadresse, unter dem WOTOBA.de angeblich erreichbar ist, wird auch von weiteren Webshops, die Marken fälschen, verwendet. Die Kriminellen haben wohl ähnliche Webshops in unterschiedlichen Sprachen und für diverse Zielgruppen nach dem gleichen Muster aufgebaut. Sollte im Impressum die Kontaktadresse CHICV UK LIMITED, Suite 31a, Philpot House, Rayleigh, Essex, SS6 7HH stehen, sollte man von diesem Shop unbedingt Abstand nehmen.

Folgend eine Liste von Online-Shops, die alle dieselbe Kontaktadresse aufweisen und unseriös sind:

  • sieclothes.com
  • irisruby.com
  • yivette.com
  • www.tinalook.com
  • dancegardens.com
  • portags.com
  • solooks.com
  • harlandco.com
  • modetalente.com
  • fhqcollection.com
  • www.stylevey.com
  • www.inhomepi.com
  • pooraco.com
  • anniecloth.com
  • onieday.com
  • www.voguebemart.com
  • mosinia.com
  • Justfashionnow.com
  • Silkbers.com
  • zolucky.com
  • newchic.com
  • popzora.com
  • roselinlin.com
  • stylewe.com
  • noracora.com

Wie geht man vor, wenn bei einem unseriösen Webshop bestellt wurde?

Die minderwertige Ware zurückzusenden ergibt oft wenig Sinn, da oftmals die Versandkosten nach China höher sind als das bestellte Produkt. Stornierungen der Bestellungen werden im Regelfall nur innerhalb von 24 Stunden akzeptiert und ein Einhalten von gesetzlichen Vorgaben ist oft nicht gegeben. Ein Durchbringen von Gesetzen ist schwierig, wenn sich der Firmensitz außerhalb der EU befindet.

Dennoch können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

Man sollte den Fake-Shop kontaktieren und das Geld zurückfordern. Auch wenn es schwierig ist und der Shop abwimmelt, sollte man nicht gleich aufgeben.

Falls mit PayPal bezahlt wurde, kann man versuchen das Geld über den Käufer/innenschutz zurückzufordern. Außerdem kann der Shop bei der Polizei angezeigt und bei watchlist-internet.at gemeldet werden, damit nicht andere Personen auf diesen Webshop hineinfallen. Beratung und Hilfe findet man auch unter www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe.

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Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2021

Für den Inhalt verantwortlich: A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria