Gefälschte Rechnungen: Unternehmen im Visier von Kriminellen

Betrüger senden E-Mails mit falschen Rechnungen von „Austria IT“, „Vicca Security“ und „Online Service Support“ an Unternehmen. Hier heißt es: ignorieren und keinesfalls Geld einzahlen!

Calculating money on tablet computer

Täuschend echt aussehende Rechnungen für eine vermeintliche Domainregistrierung verunsichern momentan österreichische Unternehmerinnen und Unternehmer. Die betroffenen Opfer haben keinen Antrag für eine Domainregistrierung gestellt, sollen aber laut Fake-E-Mail einen Betrag für die KGE („kommerzielle Rechte an geistigem Eigentum“) Registrierung einzahlen. Das gefährliche an den ausgestellten Fake-Rechnungen ist, dass die Daten der Empfänger, wie Firmennamen, Domain und Adresse, mit den Daten des betroffenen Unternehmens übereinstimmen. Allerdings ist es für Betrüger relativ einfach, an diese Informationen zu gelangen, weil Firmen diese verpflichtend auf ihrer Homepage anführen müssen. Leichtgläubige Personen werden mit dieser Masche hinters Licht geführt und bezahlen unter Umständen, aus Angst vor Mahnspesen, den ausgewiesenen Rechnungsbetrag.

Neben den Fake-Unternehmen „Austria IT“, „Vicca Security“ und „Online Service Support“ gibt es noch eine Reihe anderer Betrugsfirmen, die gefälschte Rechnungen versenden:

  • BNP-agency
  • Commercial Domain Agency
  • D.M.E.
  • D.P.C.
  • E.D.R.
  • E.P.C.
  • Europe I.T.O.
  • German Domain & Trademark Office
  • Intellectual Property Bureau
  • Intellectual Rights Centre
  • I.P.A.
  • IR-Centre
  • Netzwerk Support
  • Online Patent Agency
  • Patent Management Centre
  • Patent Protection Bureau
  • T.M.M.
  • TIS Kundenservice
  • Trademark E.D.C
  • Trademark Management Centre
  • TT-Center

Die Betrüger verwenden immer wieder dieselben Absenderadressen, wie Mainzer Landstraße 50, 60325 Frankfurt am Main, Deutschland oder Prager Str. 191, 04317 Leipzig, Deutschland. Da die angeführte Telefonnummer und auch die Steuernummer niederländisch sind, sollte man skeptisch werden.

So erkennt man Fake-Rechnungen

Sieht man sich die Details der falschen Firma genauer an, sind Widersprüche erkennbar. Der Firmensitz ist angeblich in Deutschland, Telefon- und Steuernummer führen aber in die Niederlande. Die gefälschten Rechnungen werden an österreichische Unternehmen verschickt. Hier verstrickt sich der Absender in Ungereimtheiten. Außerdem sollte man überprüfen, ob das Unternehmen, welches die Rechnung ausgestellt hat, überhaupt existiert. Mit einer Recherche im Internet nach Firmennamen oder Adresse, kann man betrügerische Unternehmen schnell entlarven. Wenn noch dazu eine Rechnung von einem (unbekannten) Unternehmen ausgestellt wurde, dessen Leistung oder Produkt in letzter Zeit nicht angefordert wurde, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Betrugsmasche.

Falls der geforderte Betrag einbezahlt wurde, kann man versuchen, wegen Irreführung durch Rechnungslegung den Betrag über die Bank zurückzufordern.

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Letzte Aktualisierung: 21. Januar 2021

Für den Inhalt verantwortlich: A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria