Falsche Hofer-Umfrage verspricht Markenhandys

Betrüger fälschen im Namen von Hofer Käuferumfragen, die via E-Mail verschickt werden. Versprochen wird der Gewinn von Handys. Achtung: Bei Teilnahme landet man in einer Abo-Falle! 

Symbolbild Smartphone Bedrohung

Kostenlos ein iPhone 11 oder Samsung Galaxy S20 erhalten und dafür nur kurz an einer online Umfrage teilnehmen? Klingt verlockend. Leider gerät man damit in eine teure Abo-Falle. Die falschen Umfragen der Lebensmittelhandelskette Hofer werden wahllos an E-Mail-Adressen versendet, in der Hoffnung, dass vertrauenswürdige Opfer anbeißen. Durch den Link in der E-Mail kommt man auf eine gefälschte Website mit Hofer-Logo, die mit positiven Fake-Kommentaren zum Teilnehmen animieren soll. Nachdem man die Fragen beantwortet hat, kann man seine „Belohnung“ in Form eines Apple oder Samsung Smartphones oder eines iPads einlösen. Natürlich wird das ausgewählte Gerät niemals verschickt, dennoch wird ein Geldbetrag für angebliche Versandkosten eingefordert. Hier sollte man ganz genau hinsehen, denn oberhalb des Versandformulars wird man darauf hingewiesen, dass man ein Abonnement abschließt. Übersieht die vermeintliche Gewinnerin/der vermeintliche Gewinner vor Freude das Kleingedruckte, werden monatlich um die €67 von der Kreditkarte abgebucht.

Der Abschluss dieses Vertrages ist zwar ungültig, weil man nicht auf alle entstehenden Kosten hingewiesen wurde, dennoch ist es ärgerlich und umständlich, aus der Abo-Falle wieder herauszukommen. Die Betrugsmasche mit versteckten Kostenhinweisen wird immer häufiger von Cyberkriminellen verwendet.

Wie kann man sich dagegen wehren?

Man sollte den versehentlich angeschlossenen Vertrag sofort schriftlich beim jeweiligen Anbieter kündigen. Im besten Fall stehen die Kontaktdaten dazu auf der Kreditkartenabrechnung. Da Hofer als Unternehmen darauf keinen Einfluss hat, lohnt es sich auch nicht, dieses zu kontaktieren. Reagiert der unseriöse Anbieter nicht auf die Vertragskündigung und bucht weiterhin Beträge ab, kann man die Forderungen beim Kreditkartenunternehmen zurückerstatten lassen. Abbuchungsbeträge, für die keine Zustimmungen erteilt wurden oder die nicht ausreichend gekennzeichnet wurden, kann man laut §67 Zahlungsdienstleistungsgesetz 2018 vom Zahlungsdienstleister zurückerstatten lassen. Der Abo-Anbieter kann auch für weitere Abbuchungen gesperrt werden.

Hilfe und Beratung, sowie weiterführende Informationen findet man unter www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

Letzte Aktualisierung: 25. September 2020

Für den Inhalt verantwortlich: A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria