Fake-E-Mails von A1 führen in die Abo-Falle

Angeblich bekommt man für die Sammlung von Mobilepoints ein Smartphone von A1 geschenkt. Hinter der E-Mail stecken allerdings Betrüger, die durch Manipulation in die Abo-Falle locken.

Frau Smartphone

Kriminelle geben sich als Kommunikationsanbieter A1 aus und versprechen Kundinnen und Kunden via E-Mail ein Smartphone, weil sie angeblich eine große Menge an Mobilepoints gesammelt haben. Für die Versendung des Gerätes ist allerdings eine Liefergebühr von 2 Euro mittels Kreditkartenzahlung fällig. Hier ist Vorsicht angebracht, wer sich täuschen lässt und den Betrag gutgläubig bezahlt, schließt ein Abonnement ab, für das 57,95 Euro im Monat zu bezahlen sind.

Ist der Absender der E-Mail nicht plausibel und steht nicht im Zusammenhang mit dem Unternehmen, kann man davon ausgehen, dass es sich um eine gefälschte E-Mail handelt. Um die vollständige E-Mail-Adresse zu sehen, klickt man beim Absender auf „Details“.

Der mitgesendete Link in der Nachricht führt zu einer sehr professionell aussehenden, aber nachgebauten Website, auf der man anscheinend ein Gerät auswählen kann. Für die Bezahlung der fiktiven Lieferkosten sind die Angabe des Namens, der Adresse und der Kreditkartennummer notwendig. Im Kleingedruckten steht allerdings, dass somit ein Test-Abo angemeldet wird und dieses nach sieben Tagen in eine Mitgliedschaft bei playgr8.com umgewandelt wird. Obwohl dieser Vertrag rechtlich ungültig ist, weil die Konsumentin/der Konsument nicht ausreichend über den Vertragsabschluss informiert wurde, ist der Aufwand für die Rückabwicklung ärgerlich.

Hilfe aus der Abo-Falle

Als erstes sollte der unseriöse Abo-Anbieter kontaktiert werden, mit der Forderung auf Vertragskündigung und Rückbuchung der Beträge sowie dem Hinweis auf den unrechtsmäßigen Abschluss. Kontaktdaten des Anbieters lassen sich oft aus der Kreditkartenabrechnung entnehmen. Willigt dieser nicht ein, kann eine Rückerstattung der Geldbeträge über das Kreditkartenunternehmen beauftragt werden. Denn laut § 67 Zahlungsdienstleistungsgesetz 2018 können abgebuchte Beträge, für deren Abbuchung keine Zustimmung erteilt wurde, zurückgefordert werden. Außerdem sollte der Abo-Anbieter bei der Bank- oder dem Kreditkarteninstitut gesperrt werden, damit keine weiteren Geldbeträge verbucht werden.

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Letzte Aktualisierung: 11. März 2021

Für den Inhalt verantwortlich: A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria