Einschüchterungsversuche durch Erpresser-E-Mails

Eine unheimliche Vorstellung verunsichert Benutzerinnen und Benutzer: Kriminelle sind scheinbar im Besitz von sensiblen Daten und fordern „Schweigegeld“. So geht man mit erpresserischen E-Mails um.

Cloud Konten und Identitäten

Erpressungsnachrichten von Betrügern versichern, dass sie einiges über die Empfängerin/den Empfänger wissen. Als Beweis senden sie die Adresse und die Telefonnummer des Opfers mit. Auch über den angeblichen Besitz sowie die Betragshöhe einer Kryptowährung geben die Erpresser an, Bescheid zu wissen. Gefordert wird eine Geldzahlung innerhalb von 24 Stunden, sonst werden die Daten an Einbrecher/innen weitergeleitet, so die Drohung. Empfänger/innen dieser Nachrichten sollten keinesfalls die Nerven verlieren und unüberlegt handeln, auch wenn die Erpresser im Besitz persönlicher Daten sind. Durch Phishing-Angriffe, Datenverkauf an Dritte oder Daten-Leaks bei Unternehmen, die mit Kryptowährungen handeln, können Betrüger sensible Daten abgreifen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass daraus Betrugsmaschen generiert werden.

So können Betroffene reagieren

In erster Linie sollte die E-Mail der Erpresser ignoriert und in den Spam-Ordner verschoben werden. Eine Antwort oder gar das Bezahlen der Forderung ist nicht zu empfehlen, da es keine Garantie dafür gibt, dass die Forderungen danach aufhören. Es kann die Polizei darüber informiert werden, dass Betrüger im Besitz persönlicher Daten sind. Ratsam ist auch eine Aktualisierung des Virenschutzes auf dem Computer und anderen verwendeten Geräten. Um zu überprüfen, ob man Opfer eines Datendiebstahl wurde, findet sich eine Anleitung auf Watchlist-Internet.at.

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Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2021

Für den Inhalt verantwortlich: A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria