Bitcoin-Falle auf Investitionsplattformen: So schnell kann man viel Geld verlieren!

Unseriöse Plattformen mit falschen Newsartikeln sollen Personen zum Investieren verleiten. Wer darauf eingeht, kann mehrere hunderttausend Euro Verlust machen.

Hacker stealing and mining Bitcoins concept.

Das große Interesse an Bitcoins sowie anderen Kryptowährungen und die steigende mediale Präsenz verleitet auch Cyberkriminelle zu Betrugsideen. Wer in Kryptowährungen investieren will, sollte wohlüberlegt handeln. Neben den bekannten Risiken besteht die Möglichkeit, Opfer eines unseriösen Angebotes zu werden, bei dem ein Totalverlust vorprogrammiert ist. Über Fake-Werbung mit gefälschten Newsartikeln von bekannten Medien versuchen Kriminelle, ahnungslose Personen auf Investitionsplattformen zu locken und durch Manipulation zum Anlegen von Geld zu bewegen. Die Ombudsstelle und Watchlist Internet verzeichnen bereits erste Betrugsfälle mit Schadenssummen zwischen 50.000 und 200.000 Euro.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Durch das sprunghafte Aufkommen von Kryptowährungen wurde der Begriff „FOMO“ etabliert, der für „fear of missing out“ steht. Damit wird die Angst etwas zu verpassen beschrieben und es soll darauf aufmerksam gemacht werden, sich nicht aus Angst zu unüberlegten Investitionen hinreißen zu lassen. Folgende Punkte sind zu beachten, um nicht Opfer einer Investment-Betrugsmasche zu werden:

Anzeigen und Werbeversprechen hinterfragen und auf Echtheit überprüfen: Fragwürdige Werbeanzeigen oder Anzeigen, die als Newsartikel getarnt sind, sollten unbedingt ignoriert werden, ebenso unrealistische Gewinnversprechen. Das Versprechen auf ein hohes und regelmäßiges Zusatzeinkommen, bei einer geringen Investitionssumme, ist sehr unrealistisch.

Recherche nach Erfahrungsberichten: Bevor ein Investment in Betracht gezogen wird, kann nach Berichten im Internet gesucht werden. Fallen diese negativ aus oder findet man keine oder nur wenig Berichte, sollte vom Investment Abstand genommen werden. Nehmen nach einer Plattformanmeldung fremde Personen, die mit der ursprünglichen Plattform nicht in Verbindung stehen, Kontakt auf, kann man von einer Betrugsmasche ausgehen. Ebenso, wenn angebliche persönliche Kundenbetreuer anrufen und zu riskanten Investments drängen.

Unternehmenssitz überprüfen: Findet man keine Hinweise zum Unternehmenssitz oder befindet sich dieser auf einer Offshore-Insel, sollte hier lieber nicht investiert werden. Außerdem unterliegen seriöse Anbieter und Plattformen den Regulierungsbehörden des jeweiligen Landes, in dem sie ihren Sitz haben. Diese Regulierungsbehörden können für die Recherche genutzt werden.

Vorsicht bei Investment-Firmen, die angeblich einen Fernzugriff auf das eigene System benötigen. Hier könnte es sich um Betrüger handeln, die persönliche Daten abgreifen wollen.

So können Opfer von Investment-Betrug vorgehen:

Der Kontakt zu den Betrügern sollte sofort abgebrochen werden und die jeweilige Plattform sollte bei der Polizei und der Finanzmarktaufsicht gemeldet werden. Die bereits geleisteten Zahlungen können eventuell bei der Bank zurückgeholt werden. Oft versprechen Betrüger die Auszahlung eines Gewinnes, wenn man weitere Zahlungen tätigt. Das ist eine weitere Betrugsmasche, damit die Kriminellen an noch mehr Geld kommen.

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Letzte Aktualisierung: 19. Januar 2021

Für den Inhalt verantwortlich: A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria